Brauchtum im Jahreskreis - Der Almabtrieb.
Spätestens Ende September treibt der Wintereinbruch Mensch und Tier von den hochgelegenen Sommerweiden und den Hochalmen ins Tal. Während des Sommers hüten Senner und Sennerinnen die Kuhherden und verarbeiten die Milch zu Butter, Topfen und Käse. Wenn der Sommer ertragreich war und kein Tier durch Unfall oder Krankheit verloren ging, werden die Herden zum Abtrieb festlich geschmückt. In genauer Rangfolge werden die Tiere mit Kränzen und Glocken behängt. Die Leitkuh erhält den schönsten Aufputz und die größte Glocke. Die oft mit kunstvoller Federkielstickerei verzierten Glockenriemen mit den von Generation zu Generation vererbten Glocken sind der Stolz ihrer Besitzer. Der Kopfschmuck der Tiere besteht aus geschmückten Fichtenzweigen, Flitter, Spiegeln, bunten Bändern und Täfelchen mit Reimsprüchen und Segenswünschen. Manche Leitkühe tragen sogar hohe, mit bunten Bändern durchwobene Kronen.
Auch das Almpersonal präsentiert sich beim Zug von der Alm im festlichen Gewand, den Hut der Hüterbuben zieren frische Almblumen.





