Almabtrieb - Brauchtum im Jahreskreis - Brauchtum - Salzburg-Rundgang

Brauchtum im Jahreskreis - Der Almabtrieb

Böhringer Friedrich, Wikimedia, CC BY-SA 2.5

Während des Sommers hüten Senner und Sennerinnen auf den Salzburger Almen ihre Kühe und verarbeiten die Milch zu anderen Produkten. Jedes Jahr aber treibt der Wintereinbruch spätestens Ende September die Menschen mit ihren Herden von den Almen und Sommerweiden zurück ins Tal.
Wie die Tiere zurückgebracht werden, hängt vom Verlauf des Almsommers ab.
Falls während des Sommers Tiere durch Krankheit oder Unfall verloren gingen, wird das Vieh ohne Besonderheiten in den Stall zurückgebtrieben.
Wenn es kein Unglück oder einen vorzeitigen Abbruch der Almwirtschaft gab, dann folgt traditionsgemäß ein festlichen Almabtrieb. Dabei werden die Tiere mit Kränzen und Glocken behängt, die Leitkuh bekommt den schönsten Schmuck. Tagelang wird am Kopfschmuck der Rinder, den sogenannten Furkeln, gearbeitet. Sie bestehen aus Fichtenzweigen, Flitter, Spiegeln und bunten Bändern. Außerdem sind die Besitzer sehr stolz auf die mit kunstvoller Federkielstickerei verzierten Glockenriemen. Die dazugehörenden Glocken werden von Generation zu Generation vererbt.
Wenn alles fertig ist, treibt das Almpersonal, das festliches Gewand trägt, das Vieh ins Tal. Die Hüterbuben tragen einen Hut mit frischen Almblumen. 

Natürlich hat die Almwirtschaft und somit auch der Almabtrieb sich im LAufe der Jahre sehr verändert. So gibt es die Möglichkeit, dass Menschen und Tiere mit Verkehrsmitteln zur Alm und wieder zurück transportiert werden. Trotzdem finden oft noch festliche Almabtriebe zu geplanten Terminen statt, meist aus kommerziellen Motiven und um Schaulustige anzulocken.