Salzburg - Geschichte: Wolf Dietrich
Wolf Dietrich von Raitenau (1587-1612) wurde bereits mit 28 Jahren zum Erzbischof gewählt und erwarb sich nicht nur durch die Zentralisierung der Verwaltung und den Ausbau des Schulwesens große Verdienste. Sein besonderes Hauptaugenmerk galt städtebaulichen Anliegen. Während seiner Amtszeit wurde die alte Residenz umgestaltet und auf der gegenüberliegenden Seite des gleichnamigen Platzes die neue Residenz errichtet. Auf der anderen Salzachseite entstand das später unter Erzbischof Harrach prächtig ausgestaltete Schloß Altenau, heute als Schloß Mirabell bekannt. Ein weiterer Schritt in eine Modernisierung von Stadt und Land war die Einführung der Stadtbeleuchtung mit Pechpfannen sowie die Errichtung erster landesfürstlicher Poststationen.
So glanzvoll die Amtszeit Wolf Dietrichs war, so tragisch gestaltete sich sein Abschied als Erzbischof.
Nach kriegerischen Auseinandersetzungen mit den benachbarten Bayern um das "weiße Gold", den ertragreichen Salzhandel, musste Wolf Dietrich aus der Stadt Salzburg flüchten, wurde aber ebenso wie seine Lebensgefährtin Salome Altsamt deren Kindern gefangen und inhaftiert.
Der gar nicht zölibatär lebende Erzbischof starb erst nach mehrjähriger Haft auf der Festung Hohensalzburg an einem Schlaganfall.





