Salzburg - Geschichte: Hieronymus Graf Colloredo
Hieronymus Graf Colloredo war der letzte Erzbischof, der auch als weltliches Oberhaupt das Land regierte. Als Kind der Aufklärung war ihm die Förderung des Schulwesens genauso Anliegen, wie der Kampf gegen den vor allem am Land weit verbreiteten Aberglauben. Darüber hinaus hatte er die durch seinen Vorgänger, Sigismund Graf Schrattenbach, in Unordnung gebrachten Landesfinanzen zu sanieren.
Im Jahr 1800 flüchtete Erzbischof Colloredo vor den heranrückenden Franzosen zunächst nach Brünn, später nach Wien, wo er starb. Salzburg gelangte 1803 in den Besitz der Habsburger. Kurfürst Ferdinand III. von Toskana erhielt von seinem Bruder, Kaiser Franz I., das Land als Ersatz für die verlorene Toskana. Nach mehrmaligem Herrschaftswechsel (Österreich, Frankreich, Bayern) wurde Salzburg 1816 endgültig ein Teil der Habsburgermonarchie. Statt des Erzbischofs verwaltete nun ein Kreishauptmann die weltlichen Geschicke des Landes. Den Erzbischöfen blieb nur mehr die geistliche Verwaltung.
Nicht nur durch sein unglückliches politisches Geschick wird Hieronymus Colloredo in Erinnerung bleiben. Nach einem Streit mit dem Erzbischof, kehrte Wolfgang Amadeus Mozart seiner Vaterstadt für immer den Rücken.





